Der Data Act
Data Act Betrieb: Ist Ihr KMU bereit für 2026?
Data Act Betrieb: Wie sichert sich Ihr KMU in Österreich Datenzugang und Datenhoheit?
Der Data Act Betrieb in Österreich bedeutet für Unternehmen, die vernetzte Produkte herstellen, nutzen oder datenbasierte Dienste anbieten, neue Rechte und Pflichten ab dem 12. September 2026. Diese EU-Verordnung stärkt den Datenzugang und die Datenhoheit, was erhebliche Anpassungen, aber auch Chancen für Innovationen mit sich bringt.
Stand: September 2026 · Lesezeit: 14 Minuten · Autor: Alexander Szakaly, Jan Doleschel
Zahlen und Fakten zu Data Act Betrieb (Stand September 2026)
- Der Data Act, eine EU-Verordnung, wurde am 11. Jaenner 2024 im Amtsblatt der EU veröffentlicht und wird ab dem 12. September 2026 voll anwendbar sein (IHK München, RTR.at).
- Die Verordnung betrifft Betriebe mit 10 bis 250 Mitarbeitern, die vernetzte Produkte herstellen, nutzen oder datenbasierte Dienste anbieten, und zielt auf die Stärkung der Datenhoheit ab (Informationen aus dem Artikelinhalt).
- Nutzer von vernetzten Produkten erhalten das gesetzliche Recht, auf die von ihren digitalen Geräten generierten Daten zuzugreifen, um die Datennutzung zu optimieren (RTR.at, Bundesnetzagentur).
- Hersteller müssen Produkte, die ab dem 12. September 2026 in Verkehr gebracht werden, nach dem Prinzip "Access by Design" konzipieren, sodass Daten standardmäßig zugänglich sind (Digital Austria).
- Der Data Act erklärt bestimmte unfaire Vertragsklauseln, die den Datenzugang oder die Datennutzung einseitig zum Nachteil eines KMU regeln, für unwirksam oder schränkt deren Gültigkeit stark ein (SRD Rechtsanwälte).
- Cloud-Anbieter müssen ihren Kunden den Wechsel zu einem anderen Anbieter oder die Rückführung ihrer Daten erleichtern, um Lock-in-Effekte zu reduzieren (IHK München).
Das Wichtigste in Kuerze
- Der Data Act ist eine EU-Verordnung, die den Datenzugang und die Datennutzung von vernetzten Produkten neu regelt.
- Ab dem 12. September 2026 müssen Hersteller Produkte mit "Access by Design" für den Datenzugang konzipieren.
- Nutzer erhalten das Recht, auf Gerätedaten zuzugreifen und diese an Dritte weiterzugeben.
- KMU werden vor unfairen Vertragsklauseln geschützt und der Wechsel von Cloud-Diensten wird erleichtert.
- Betriebe sollten eine Datenstrategie entwickeln und Verträge auf Data-Act-Konformität prüfen.
Was ist Data Act Betrieb?
Data Act Betrieb bezieht sich auf die praktischen Auswirkungen und die Umsetzung der neuen EU-Verordnung, des Data Acts, in Unternehmen, die mit vernetzten Produkten und digitalen Geräten agieren.
Diese Definition grenzt sich vom Data Act als reinem Gesetzestext ab, indem sie den Fokus auf die operativen Prozesse, Anpassungen und strategischen Entscheidungen legt, die ein Betrieb in Österreich treffen muss, um die neuen Regeln für Datenzugang und Datennutzung zu erfüllen und zu nutzen.
- Was ist der Data Act und warum ist er für Betriebe in Österreich wichtig?
- Welche Kernprinzipien des Data Act stärken den Datenzugang und die Datenhoheit für Betriebe?
- Welche konkreten Pflichten ergeben sich für Hersteller von vernetzten Produkten?
- Was kostet die Anpassung an den Data Act und welche Kostenfaktoren sind relevant?
- Wie bereite ich meinen Betrieb auf den Data Act vor und welche Schritte sind notwendig?
Was ist der Data Act und warum ist er für Betriebe in Österreich wichtig?
Der Data Act ist eine bahnbrechende EU-Verordnung, die den Datenzugang und die Datennutzung von Daten aus vernetzten Produkten und digitalen Geräten innerhalb der Europäischen Union harmonisiert und ab dem 12. September 2026 voll anwendbar ist.
Diese Verordnung wurde am 11. Jaenner 2024 im Amtsblatt der EU veröffentlicht und stellt einen zentralen Baustein der europäischen Datenstrategie dar (IHK München, RTR.at). Das Hauptziel des Data Acts ist es, sicherzustellen, dass der Wert von Maschinendaten nicht in Datensilos verbleibt, sondern allen berechtigten Parteien zugutekommt. Dies fördert Innovation und schafft mehr Rechtssicherheit für alle Akteure im digitalen Ökosystem.
Die primären Ziele des Data Acts umfassen die Förderung von Innovation durch erleichterten Datenzugang, die Schaffung von Rechtssicherheit für datengetriebene Lösungen und die Stärkung der Datenhoheit von Nutzern. Zusätzlich soll der Wettbewerb im Bereich datenbasierter Dienste belebt werden, indem Markteintrittsbarrieren für kleinere Anbieter gesenkt werden (Bundesnetzagentur). Für Betriebe in Österreich bedeutet dies, dass sie sich auf grundlegende Änderungen im Umgang mit Daten aus digitalen Geräten einstellen müssen, was sowohl Herausforderungen als auch neue Geschäftschancen mit sich bringt.
Es ist wichtig zu verstehen, dass der Data Act sich primär auf nicht-personenbezogene Daten konzentriert, die durch die Nutzung von Produkten oder verbundenen Diensten entstehen. Bei personenbezogenen Daten bleibt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) weiterhin die maßgebliche Rechtsgrundlage, wobei der Data Act die DSGVO ergänzt und nicht ersetzt. Diese EU-Verordnung ist ein klares Signal, dass die Datenwirtschaft transparenter und fairer gestaltet werden soll, um das volle Potenzial der Digitalisierung auszuschöpfen und die Datenhoheit zu gewährleisten.
Welche Kernprinzipien des Data Act stärken den Datenzugang und die Datenhoheit für Betriebe?
Der Data Act stärkt den Datenzugang und die Datenhoheit für Betriebe durch das Recht auf Datenzugang für Nutzer, die Möglichkeit der Datenweitergabe an Dritte und den Schutz vor unfairen Vertragsklauseln, wodurch die Datennutzung demokratisiert wird.
Ein zentrales Prinzip ist das gesetzliche Recht von Nutzern, auf die von ihren vernetzten Produkten und digitalen Geräten generierten Daten zuzugreifen (RTR.at, Bundesnetzagentur). Diese Daten müssen in einem maschinenlesbaren Format, in der Regel unentgeltlich, bereitgestellt werden. Für neue Produkte gilt ab dem 12. September 2026 das Prinzip "Access by Design", das heißt, Hersteller müssen den Gerätezugang von vornherein einplanen (Digital Austria). Dies fördert die Datennutzung durch die eigentlichen Anwender und ermöglicht neue Anwendungen.

Über den direkten Datenzugang hinaus ermächtigt der Data Act Nutzer, die generierten Daten an Dritte ihrer Wahl weiterzugeben, beispielsweise an unabhängige Dienstleister für Wartung oder Analyse (Dorda.at). Dies eröffnet neue Wertschöpfungspotenziale und belebt den Wettbewerb. Zudem schützt die EU-Verordnung KMU vor unfairen Vertragsklauseln und erleichtert den Wechsel von Cloud-Diensten durch verbesserte Datenportabilität (SRD Rechtsanwälte, IHK München). Auch der Datenzugang für öffentliche Stellen in Ausnahmesituationen ist geregelt, stets unter strengen Voraussetzungen, um die Rechtssicherheit und Datenhoheit zu wahren.
Welche konkreten Pflichten ergeben sich für Hersteller von vernetzten Produkten?
Für Hersteller von vernetzten Produkten ergeben sich ab dem 12. September 2026 konkrete Pflichten wie "Data by Design", die transparente Bereitstellung von Informationen und die Etablierung sicherer Mechanismen für den Daten- und Gerätezugang.
Wenn Ihr Betrieb vernetzte Produkte oder digitale Geräte herstellt, die Daten generieren – sei es im Maschinenbau, in der Fahrzeugindustrie oder bei Smart-Home-Lösungen – kommen ab dem 12. September 2026 neue und weitreichende Pflichten auf Sie zu. Die wichtigste Pflicht ist "Data by Design" und "Access by Design": Für alle Produkte, die ab diesem Datum in Verkehr gebracht werden, müssen Sie sicherstellen, dass sie von Anfang an so konzipiert sind, dass die generierten Daten leicht zugänglich sind (Digital Austria, Brandauer Rechtsanwälte). Das bedeutet, Sie müssen die technischen Schnittstellen für den Gerätezugang von vornherein einplanen und implementieren.
Sie müssen Nutzer transparent über die Art der generierten Daten, deren Datennutzung und die Möglichkeiten des Datenzugangs informieren. Diese Informationen sind in den Produktinformationen oder den Vertragsbedingungen klar darzulegen. Des Weiteren sind Sie verpflichtet, sichere und effektive Mechanismen für den Datenzugang und Gerätezugang zu etablieren. Dies umfasst technische Lösungen für die Datenbereitstellung in einem maschinenlesbaren Format sowie organisatorische Prozesse zur Bearbeitung von Datenanfragen (IHK München, RTR.at). Obwohl diese Pflichten zunächst eine Herausforderung darstellen, eröffnen sie auch Chancen für neue datenbasierte Dienstleistungen, die über den reinen Produktverkauf hinausgehen und neue Einnahmequellen erschließen können.
Was kostet die Anpassung an den Data Act und welche Kostenfaktoren sind relevant?
Die Kosten für die Anpassung an den Data Act sind nicht pauschal bezifferbar, da sie stark von der Rolle des Betriebs, der bestehenden Infrastruktur und der Komplexität der vernetzten Produkte abhängen, um die Rechtssicherheit zu gewährleisten.
Konkrete Zahlen zu monetären Auswirkungen oder Amortisationsdauern sind zum jetzigen Zeitpunkt, da der Data Act erst ab dem 12. September 2026 voll anwendbar ist und die Marktentwicklung noch abzuwarten ist, nicht pauschal zu benennen. Der Aufwand liegt primär in der Anpassung von Prozessen und Verträgen sowie der Etablierung technischer Schnittstellen für den Datenzugang. Für Betriebe mit 10 bis 250 Mitarbeitern, die vernetzte Produkte herstellen, nutzen oder datenbasierte Dienste anbieten, ist der Data Act relevant. Sehr kleine Betriebe ohne digitale Geräte oder ohne datenbasierte Geschäftsmodelle haben einen geringeren direkten Aufwand.
Die folgende Tabelle fasst typische Kostenfaktoren und den damit verbundenen Aufwand für einen Data Act Betrieb in Österreich zusammen:
| Kostenfaktor | Beschreibung | Geschätzter Aufwand | Geschätzte Kosten |
|---|---|---|---|
| Rechtliche Beratung | Analyse der bestehenden Verträge und Prozesse auf Data-Act-Konformität, Anpassung von AGBs und Datenschutzerklärungen, Sicherstellung der Rechtssicherheit. | Mittel bis Hoch | Nicht pauschal bezifferbar (Stundenhonorare) |
| IT-Infrastruktur-Anpassung | Entwicklung oder Anpassung von Schnittstellen für den Gerätezugang, Implementierung sicherer Datenbereitstellungsmechanismen, Sicherstellung der Datenportabilität. | Mittel bis Hoch | Nicht pauschal bezifferbar (Entwicklungskosten) |
| Prozessoptimierung | Definition interner Prozesse für die Bearbeitung von Datenanfragen, Schulung von Mitarbeitern im Umgang mit Datenzugang und Datennutzung. | Gering bis Mittel | Gering (interne Ressourcen) |
| Datensicherheitsmaßnahmen | Implementierung oder Verbesserung von Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der bereitgestellten Daten und zur Gewährleistung der Datenhoheit. | Mittel | Nicht pauschal bezifferbar (Software/Hardware) |
| Zertifizierungen/Audits | Gegebenenfalls externe Audits oder Zertifizierungen zur Bestätigung der Data-Act-Konformität und zur Steigerung des Vertrauens. | Gering | Nicht pauschal bezifferbar (externe Dienstleister) |
Jeder Betrieb sollte eine individuelle Analyse durchführen, um die spezifischen Anforderungen und die damit verbundenen Kosten für die Umsetzung des Data Act zu ermitteln. Die Investition in die Compliance und die Nutzung der Chancen des Data Act kann sich jedoch langfristig durch neue Geschäftsmodelle und Effizienzsteigerungen auszahlen.
Wie bereite ich meinen Betrieb auf den Data Act vor und welche Schritte sind notwendig?
Die Vorbereitung Ihres Betriebs auf den Data Act erfordert einen proaktiven Fahrplan, der Informationsbeschaffung, eine detaillierte Status-quo-Analyse, die Bewertung von Chancen und Risiken sowie konkrete Handlungen zur Anpassung von Prozessen und IT-Infrastruktur umfasst.
Der Data Act tritt am 12. September 2026 in Kraft, weshalb eine frühzeitige und strukturierte Vorbereitung unerlässlich ist, um Risiken zu minimieren und die sich bietenden Chancen optimal zu nutzen. Der erste Schritt ist, sich umfassend zu informieren und auf dem Laufenden zu bleiben. Verfolgen Sie die weiteren Entwicklungen und Leitlinien zur Umsetzung des Data Act, da die Gesetzgebung komplex ist und präzisere Interpretationen oder technische Standards noch folgen können (IHK München, SRD Rechtsanwälte). Besuchen Sie Webinare oder Informationsveranstaltungen von Branchenverbänden oder Rechtsberatern, um Ihr Wissen zu vertiefen.
Als Nächstes ist eine detaillierte Analyse des Status quo in Ihrem Betrieb erforderlich. Erstellen Sie eine Bestandsaufnahme aller vernetzten Produkte und digitalen Geräte, die Sie einsetzen oder herstellen (RTR.at, Bundesnetzagentur). Führen Sie ein Datenmapping durch, um zu identifizieren, welche Daten diese Geräte generieren, wer aktuell Datenzugang zu diesen Daten hat und wie sie genutzt werden. Überprüfen Sie zudem alle relevanten Verträge, wie Kauf- und Serviceverträge, AGBs und Cloud-Verträge, auf Klauseln zum Datenzugang und zur Datennutzung, um die Rechtssicherheit zu gewährleisten.
Bewerten Sie anschließend die Chancen und Risiken, die sich aus dem Data Act ergeben. Identifizieren Sie potenzielle Datennutzungsmöglichkeiten, die sich durch den erweiterten Datenzugang für Ihren Betrieb ergeben. Überlegen Sie, ob Sie neue Effizienzpotenziale heben, innovative Dienstleistungen entwickeln oder Ihre Produkte verbessern können. Analysieren Sie Compliance-Risiken, insbesondere wenn Sie Hersteller von vernetzten Produkten sind, und führen Sie eine Wettbewerbsanalyse durch, um die Auswirkungen des Data Act auf Ihren Markt zu verstehen. Die Datenhoheit wird hierbei zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
Der vierte Schritt ist das Handeln und Vornehmen von Anpassungen. Definieren Sie interne Prozesse für die Bearbeitung von Datenanfragen von Nutzern oder Dritten. Prüfen Sie, ob Ihre IT-Infrastruktur die sichere und maschinenlesbare Bereitstellung von Daten gemäß den Anforderungen des Data Act gewährleisten kann. Gegebenenfalls sind Schnittstellen anzupassen oder zu entwickeln. Passen Sie Verträge mit Kunden, Lieferanten und Cloud-Anbietern an die neuen Anforderungen an (SRD Rechtsanwälte, Bitkom). Wenn Sie Hersteller sind, integrieren Sie das Prinzip "Access by Design" frühzeitig in Ihre Produktentwicklungsprozesse für Produkte, die ab dem 12. September 2026 in Verkehr gebracht werden. Ziehen Sie bei Bedarf externe Expertise hinzu, um die komplexen Anforderungen des Data Act zu meistern und die Rechtssicherheit zu gewährleisten.
Fuer wen lohnt sich Data Act Betrieb?
Data Act Betrieb lohnt sich für Unternehmen in Österreich, die vernetzte Produkte herstellen, nutzen oder datenbasierte Dienstleistungen anbieten, um ihre Datenhoheit zu stärken, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und die Rechtssicherheit im Umgang mit Daten zu erhöhen.
- Hersteller von IoT-Geräten und Maschinen: Betriebe, die digitale Geräte oder vernetzte Produkte wie Industriemaschinen, Smart-Home-Geräte oder Fahrzeuge entwickeln und vertreiben, müssen ihre Produkte und Prozesse an die "Access by Design"-Anforderungen anpassen und können neue datenbasierte Services anbieten.
- Produktionsbetriebe und Logistikunternehmen: Unternehmen mit umfangreichen Maschinenparks, Flotten vernetzter Fahrzeuge oder intelligenten Gebäudemanagementsystemen profitieren vom Datenzugang zur Optimierung von Wartung, Effizienz und Betriebsabläufen.
- Anbieter datenbasierter Dienstleistungen: Unternehmen, die Wartungsdienste, Analysetools oder IoT-Plattformen anbieten, erhalten Zugang zu einem größeren Datenpool, um innovative und maßgeschneiderte Lösungen für ihre Kunden zu entwickeln.
- KMU mit Cloud-Abhängigkeit: Betriebe, die stark auf Cloud-Dienste angewiesen sind, profitieren von erleichterten Wechselmöglichkeiten und gestärkter Datenportabilität, was die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern reduziert.
Nicht geeignet für:
- Sehr kleine Betriebe ohne digitale Geräte: Unternehmen, die keine vernetzten Produkte nutzen oder herstellen und deren Geschäftsmodell nicht datengetrieben ist, haben kaum direkten Anpassungsbedarf.
- Unternehmen ohne Interesse an Datenanalyse: Betriebe, die keine strategischen Vorteile aus dem Datenzugang und der Datennutzung ziehen möchten, werden den Aufwand der Anpassung möglicherweise nicht als lohnenswert empfinden.
Woran erkennt man einen guten Anbieter fuer Data Act Betrieb?
Einen guten Anbieter für Data Act Betrieb erkennt man an seiner nachweisbaren Expertise in der EU-Verordnung, der Fähigkeit zur Implementierung sicherer Datenzugangsmechanismen und der transparenten Kommunikation über Kosten und Prozesse.
- Der Anbieter verfügt über nachweisliche Expertise im Data Act und kann konkrete Referenzen oder Fallstudien vorweisen, die die Einhaltung der EU-Verordnung belegen.
- Er bietet technische Lösungen für den Gerätezugang an, die Daten in interoperablen und maschinenlesbaren Formaten bereitstellen und die Datennutzung erleichtern.
- Der Anbieter gewährleistet hohe Sicherheitsstandards für den Datenzugang und die Datenübertragung, um die Integrität und Vertraulichkeit der Daten zu schützen.
- Er kommuniziert transparent über die Kosten für Datenzugang und Datenbereitstellung, wobei die Unentgeltlichkeit für Nutzer gemäß Data Act berücksichtigt wird.
- Der Anbieter unterstützt aktiv bei der Anpassung von Verträgen und AGBs, um die Rechtssicherheit und die Datenhoheit des Betriebs zu gewährleisten.
- Er bietet Schulungen und Beratungen zur Entwicklung einer umfassenden Datenstrategie an, die die Chancen des Data Act für den Betrieb nutzt.
- Der Anbieter hat Erfahrung im Umgang mit nicht-personenbezogenen Daten und versteht die Abgrenzung zur DSGVO, um eine umfassende Compliance sicherzustellen.
Haeufige Fragen zu Data Act Betrieb
Wann tritt der Data Act in Kraft und welche Fristen sind für meinen Betrieb relevant?
Der Data Act ist eine EU-Verordnung, die am 11. Jaenner 2024 im Amtsblatt der EU veröffentlicht wurde und ab dem 12. September 2026 voll anwendbar sein wird. Für Ihren Betrieb bedeutet dies, dass Sie bis zu diesem Datum alle notwendigen Anpassungen an Ihren Produkten, Prozessen und Verträgen vorgenommen haben sollten, um die neuen Anforderungen an Datenzugang und Datennutzung zu erfüllen und die Rechtssicherheit zu gewährleisten.
Welche Daten sind vom Data Act betroffen und welche nicht?
Der Data Act betrifft primär nicht-personenbezogene Daten, die durch die Nutzung von vernetzten Produkten und digitalen Geräten entstehen. Dazu gehören beispielsweise Maschinendaten, Leistungsdaten von Fahrzeugen oder Sensordaten von Smart-Home-Geräten. Personenbezogene Daten fallen weiterhin unter die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), wobei der Data Act die DSGVO ergänzt, aber nicht ersetzt. Die Abgrenzung ist entscheidend für die korrekte Umsetzung im Data Act Betrieb.
Muss ich als Hersteller meine Produkte komplett neu entwickeln, um dem Data Act zu entsprechen?
Nicht unbedingt eine komplette Neuentwicklung, aber eine Anpassung ist erforderlich. Produkte, die ab dem 12. September 2026 in Verkehr gebracht werden, müssen dem Prinzip "Access by Design" entsprechen. Das bedeutet, dass die technischen Schnittstellen für den Gerätezugang von vornherein so konzipiert sein müssen, dass Daten leicht zugänglich sind. Bestehende Produkte unterliegen nicht denselben strengen Designpflichten, aber auch hier müssen Mechanismen für den Datenzugang etabliert werden, sofern die Daten "ohne Weiteres verfügbar" sind.
Welche Kosten sind mit der Umsetzung des Data Act im Betrieb verbunden?
Die Kosten für die Umsetzung des Data Act sind nicht pauschal bezifferbar und hängen stark von der Rolle Ihres Betriebs und der Komplexität Ihrer digitalen Geräte ab. Wesentliche Kostenfaktoren umfassen rechtliche Beratung zur Vertragsanpassung, Investitionen in die IT-Infrastruktur für Datenzugangsmechanismen sowie Aufwendungen für Prozessoptimierung und Mitarbeiterschulungen. Die genaue Höhe variiert je nach individuellem Anpassungsbedarf und kann durch eine frühzeitige Planung optimiert werden.
Wie finde ich einen geeigneten Dienstleister für die Data Act Umsetzung?
Bei der Auswahl eines Dienstleisters für die Data Act Umsetzung sollten Sie auf dessen nachweisbare Expertise in der EU-Verordnung, technische Kompetenzen für sichere Datenzugangsmechanismen und transparente Kommunikation achten. Ein guter Anbieter sollte Referenzen vorweisen können, Unterstützung bei der Vertragsanpassung bieten und hohe Sicherheitsstandards gewährleisten. Es ist wichtig, einen Partner zu wählen, der die spezifischen Anforderungen Ihres Betriebs versteht und Sie umfassend bei der Sicherstellung der Rechtssicherheit und Datenhoheit begleitet.
Kann der Data Act meinem Betrieb auch Vorteile bringen, oder ist er nur eine Belastung?
Der Data Act bringt Ihrem Betrieb nicht nur Pflichten, sondern auch erhebliche Vorteile. Als Nutzer vernetzter Produkte erhalten Sie mehr Kontrolle und Zugriff auf Ihre Gerätedaten, was neue Potenziale für Effizienzsteigerung und innovative Dienstleistungen durch verbesserte Datennutzung eröffnet. Für Hersteller und Dienstleister entstehen neue Geschäftsmodelle im Bereich datenbasierter Services. Die gestärkte Datenhoheit und Rechtssicherheit fördern zudem einen fairen Wettbewerb und reduzieren die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern.
Ueber den Autor
Alexander Szakaly und Jan Doleschel sind Teil der Redaktion von KMU Digital und spezialisiert auf die digitale Transformation von kleinen und mittleren Unternehmen in Österreich. Mit ihrer Expertise in den Bereichen Digitalisierung, Datenmanagement und EU-Regularien wie dem Data Act unterstützen sie Betriebe dabei, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und rechtssicher umzusetzen, um ihre Datenhoheit zu stärken und Wettbewerbsvorteile zu erzielen.
Quellen
- Der Data Act: Neue Regeln für den Datenzugang – IHK München, abgerufen am 2026-09-21
- Data Act – Datenzugang und Datennutzung – RTR.at, abgerufen am 2026-09-21
- Der Data Act – Hintergrund – Bundesnetzagentur, abgerufen am 2026-09-21
- Der EU Data Act: Neue Spielregeln für IoT-Produkte und Cloud-Services – DORDA Rechtsanwälte GmbH, abgerufen am 2026-09-21
- Data Act – Digital Austria, abgerufen am 2026-09-21
- EU Data Act: Datenzugang für vernetztes Produkt – Brandauer Rechtsanwälte, abgerufen am 2026-09-21
- Data Act: Pflichten für Unternehmen ab 2026 – SBS Legal, abgerufen am 2026-09-21
- Data Act – Bundesministerium für Digitales und Verkehr, abgerufen am 2026-09-21
- Data Act: Regelungen für Unternehmen – SRD Rechtsanwälte, abgerufen am 2026-09-21
- Bitkom Leitfaden zur Umsetzung des Data Act – Bitkom e.V., abgerufen am 2026-09-21